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EPS als Dämmstoff

Schneidemaschine für EPS Dämmplatten

Für viele verschiedene Anwendungsbereiche sinnvoll

EPS ist ein kostengünstiger Dämmstoff für viele verschiedene Anwendungsbereiche. Sowohl zur Dämmung im Deckenbereich, als auch für Wände und Dächer sind die Produkte aus Polystyrol sehr gut geeignet. In diesem Artikel wollen wir Ihnen die Vor- und Nachteile einer Dämmung mit Styropor aufzeigen und Ihnen nähere Informationen zur Anwendung im Baubereich geben.

Wie wird EPS hergestellt und wo kann man es zur Dämmung verwenden?

Die Flexibilität ist einer der zahlreichen Faktoren, die eine Verwendung von Polystyrol zur Wärmedämmung oder für den Schallschutz prädestinieren. Das Material heißt deshalb expandiertes Polystyrol, weil es den Herstellern von Dämmstoffen zunächst in Form von Granulat zur Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt wird. Während der Herstellung der Dämmplatten wird das Granulat mit Wasserdampf behandelt, der es um das 20 bis 50-fache seiner ursprünglichen Größe aufquellen lässt. Danach presst man es in Blöcke oder Platten, die sich später auf der Baustelle weiterverwenden lassen. Die Dauer, der Druck und die Temperaturen, die während des gesamten Herstellungsprozesses auf die Produkte einwirken, beeinflussen die spätere Dämmleistung maßgeblich.


Die Dämmplatten lassen sich sowohl zur Verkleidung der Außenfassade, als auch im Innenbereich verwenden. Am häufigsten werden Sie jedoch im Decken, Wand- und Dachbereich, sowie in ihrer Funktion als Trittschalldämmung auf Fußböden eingesetzt.

Welche Vorteile haben Dämmplatten aus Polystyrol?

Ein großer Vorteil liegt sicherlich in der einfachen Verarbeitung der Dämmplatten. Sie lassen sich mit dem Messer, mit Sägen und anderen Werkzeugen direkt vor Ort an die benötigten Gegebenheiten anpassen. Durch das geringe Gewicht sind auch Überkopfarbeiten absolut kein Problem für einen einzelnen Monteur.


Die Dämmleistung der Produkte aus Styropor ist sehr gut. Im Verhältnis zu den Kosten, die für eine Dämmung mit diesem Material anfallen, darf man als Bauherr sehr gut isolierende Eigenschaften erwarten. Die Dämmplatten arbeiten nach einem cleveren Prinzip: Räume, die absolut luftleer sind, leiten Wärme nur sehr schwer bis gar nicht. Dies gilt auch für mit Gas gefüllte Räume.

Diese Eigenschaft machen sich die Hersteller der dämmenden Produkte aus Styropor zunutze. Die kleinen weißen Kügelchen sind ebenfalls mit einem Gas (oftmals CO2) gefüllt. Werden die Dämmplatten ohne das Brandschutzmittel HBCD hergestellt, ist nicht von einer Gesundheitsbelastung auszugehen.

Welche Nachteile haben Dämmplatten aus Polystyrol?

Produkte aus Polystyrol haben leider nicht nur Vorteile in der Dämmung von Gebäuden. Die Dämmung mit Styropor ist brennbar, was zu einem Problem mit Brandschutzverordnungen führen kann. Ebenso werden die Platten aus fossilen Rohstoffen (Erdöl) hergestellt, was im ökologischen Sinn auf jeden Fall bedenklich sein kann.


Die Polystyrol Platten sind nicht UV-beständig. Bei einer länger andauernden Einstrahlung können Sie brüchig werden und Risse bekommen, was gerade im Außenbereich zu vermeiden ist. Die Haltbarkeit der EPS Platten wird teilweise umstritten betrachtet. Kritiker geben 20 Jahre und weniger an, während Hersteller längere Standzeiten garantieren. Fakt ist, dass viele Häuser aus den 60er Jahren immer noch über intakte EPS Platten verfügen.

Ein weiterer ökologischer Aspekt ist die sachgerechte Entsorgung der Platten. Diese ist meist mit großen Kosten verbunden, da EPS kaum noch weiterverarbeitet werden kann. Der Besitzer einer Immobilie ist hierfür verantwortlich und muss diese Kosten übernehmen.